Ein umgestürzter Baum liegt nach einem Unwetter neben zwei Wohngebäuden auf einer Straße.

Baumgefahr in Mönchengladbach zeigt sich erst jetzt

Nach dem Unwetter vom 3. August werden im Mönchengladbacher Süden weiterhin Schäden in Baumkronen sichtbar. Nach Angaben der Stadt sind Mitarbeitende von mags seit dem Sturm damit beschäftigt, Straßen, Wege und Grünanlagen zu sichern. Der Großteil der unmittelbar erkennbaren Gefahrenstellen sei inzwischen beseitigt, die Arbeiten sollen jedoch noch mehrere Wochen dauern.

Für Anwohner sowie Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, können deshalb örtliche Absperrungen weiterhin eine Rolle spielen. Bestehende Sperren sollten beachtet werden: Beschädigte Äste und Kronenteile können erst nachträglich sichtbar und anschließend gesichert werden. Ob einzelne der unmittelbar nach dem Sturm eingerichteten Absperrungen aktuell noch bestehen, geht aus der Mitteilung der Stadt vom 14. August 2026 nicht hervor.

Rund 350 Bäume mit erheblichen Schäden

Die bisherige Bilanz umfasst drei große Schadensgruppen: Etwa 100 Bäume sind umgestürzt oder mussten gefällt werden. Rund 100 weitere Bäume weisen starke Schäden auf. Bei ungefähr 150 Bäumen wurden mittelstarke Schäden festgestellt, die laut Stadt aufwendige Folgemaßnahmen erforderlich machen.

Damit sind rund 350 Bäume von den ausdrücklich bezifferten schweren und mittelstarken Folgen betroffen. Diese Zahl beschreibt den bislang aufgenommenen Stand und noch keine abschließende Bilanz. Während der fortgesetzten Kontrollen können weitere Schäden entdeckt werden, die direkt nach dem Unwetter nicht erkennbar waren.

Baumgefahr in Mönchengladbach zeigt sich erst jetzt

Von-der-Helm-Straße und Marie-Juchacz-Straße stark betroffen

Zu den besonders betroffenen Bereichen gehören die Von-der-Helm-Straße und die Marie-Juchacz-Straße im Mönchengladbacher Süden. Dort mussten unmittelbar nach dem Unwetter einzelne Gefahrenstellen abgesichert werden. Wege und Radwege waren teilweise gesperrt.

Die Stadt nennt weder die derzeit noch eingeschränkten Abschnitte noch einen festen Termin für das Ende aller Sicherungs- und Pflegearbeiten. Bestätigt ist lediglich, dass die Aufarbeitung die Baumexperten noch mehrere Wochen beschäftigen wird. Einschränkungen können daher je nach Fortschritt der Kontrollen und Arbeiten örtlich unterschiedlich ausfallen.

Welkes Laub legt verdeckte Kronenbrüche frei

Dass neue Schäden erst Tage nach dem Sturm auffallen, hängt nach Darstellung der Stadt mit dem Zustand des Laubs zusammen. Wenn beschädigte Blätter welken, treten zuvor verdeckte Brüche und andere Schäden in den Baumkronen deutlicher hervor. Einige Gefahren waren unmittelbar nach dem Unwetter deshalb noch nicht zu erkennen.

Baumgefahr in Mönchengladbach zeigt sich erst jetzt

Die Baumexperten müssen die betroffenen Bereiche folglich weiter kontrollieren und neu sichtbare Schäden bearbeiten. Die nachträglichen Funde ergänzen die Bilanz des Unwetters vom 3. August; sie sind kein Hinweis auf ein weiteres Sturmereignis. Für die Dauer der Arbeiten bleibt daher entscheidend, vorhandene Absperrungen an Straßen, Wegen und in Grünanlagen einzuhalten.

Verlorene Bäume sollen durch neues Grün ersetzt werden

Nach Einschätzung von mags werden viele der beschädigten Bäume dauerhaft verloren gehen. Das betrifft bereits gefällte Exemplare ebenso wie Bäume, bei denen die festgestellten Schäden weitere Maßnahmen erforderlich machen.

mags-Vorstand Jens Hostenbach ruft dazu auf, die Wiederbepflanzung im besonders stark betroffenen Süden mit Baumspenden zu unterstützen. Die Spenden sollen helfen, entstandene Lücken durch neue Bäume zu schließen. Weitere Informationen zur Baumspende stellt mags unter www.mags.de/baumspende bereit.

Quelle der Schadensbilanz ist eine Mitteilung der Stadt Mönchengladbach vom 14. August 2026.

Quelle: City of Moenchengladbach Newsroom

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten