Ein blaues Einbahnstraßenschild an einer Brücke deutet auf bevorstehende Verkehrsänderungen hin.

Bielefeld: Wo die Netzbaustelle den Verkehr bremst

Von der Redaktion Idee Butik | Stand: 7. September 2026

Ab dem 1. Oktober 2026 setzt Stadtwerke Bielefeld den Bau der neuen 110-kV-Verbindung zwischen den Umspannwerken Gadderbaum und Brackwede fort. Betroffen sind zunächst die Bodelschwinghstraße und die Leipziger Straße. Die Bodelschwinghstraße bleibt befahrbar, allerdings wird der Verkehr an den jeweiligen Baufeldern mit einer Baustellenampel über eine gemeinsame Fahrspur geführt.

Für Autofahrer ändert sich zugleich die Zufahrt am Quellenhofweg: Ab Anfang Oktober ist das Einbiegen vom Quellenhofweg in die Bodelschwinghstraße nicht möglich. Wer auf der Bodelschwinghstraße unterwegs ist, kann weiterhin in den Quellenhofweg abbiegen.

Die neue Trasse führt durch fünf weitere Straßen

Der jetzt beginnende zweite Bauabschnitt verläuft von der Bodelschwinghstraße über Am Rosenberg, die Heubergerstraße, Cansteinstraße und Dresdener Straße bis zur Leipziger Straße. Dort liegt das Umspannwerk Brackwede, das über die neue Hochspannungsleitung mit dem Umspannwerk Gadderbaum verbunden werden soll.

Die Gesamtstrecke ist rund 2,9 Kilometer lang. Einen etwa 650 Meter langen Abschnitt in der Bodelschwinghstraße hatten die Stadtwerke bereits 2025 vorbereitet. Auf den verbleibenden 2,2 Kilometern werden bis zum Sommer 2027 zunächst Schutzrohre verlegt; die eigentlichen Stromkabel folgen erst ein Jahr später.

Termin oder Phase Geplante Arbeiten
1. Oktober 2026 Baustart an Bodelschwinghstraße und Leipziger Straße
Rund acht Wochen Abschnittsweises Baufeld zwischen Quellenhofweg und Am Lamberg
Bis Ende Februar 2027 Abschluss der Bohrung durch den Wald in Richtung Heubergerstraße
Ab Frühjahr 2027 Verlagerung der Arbeiten zur Heubergerstraße und Cansteinstraße
Bis Sommer 2027 Verlegung der Schutzrohre auf dem zweiten Bauabschnitt
Sommer 2028 Einzug und Verbindung der 110.000-Volt-Kabel

Baustellenampel hält die Bodelschwinghstraße offen

Zum Auftakt sind in der Bodelschwinghstraße zwei Bohrungen vorgesehen. Eine davon führt auf etwa 260 Metern durch felsigen Untergrund und überwindet rund 35 Höhenmeter. Der Bereich zwischen Quellenhofweg und Am Lamberg auf Höhe von Haus Salem wird dafür voraussichtlich acht Wochen lang abschnittsweise als Baufeld genutzt.

Die Verkehrsplanung sieht dort jeweils eine freie Fahrspur vor. Eine Ampel lässt die Fahrzeuge abwechselnd am Baufeld vorbeifahren. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich ebenfalls passieren, und die Grundstücke der Anlieger bleiben nach Angaben der Stadtwerke erreichbar.

Anders ist die Lage in der Leipziger Straße sowie später in der Cansteinstraße und Heubergerstraße: Während der offenen Rohrverlegung wird die Durchfahrt im jeweiligen Arbeitsbereich zeitweise gesperrt. Die betroffenen Straßen bleiben jedoch von beiden Seiten bis an das Baufeld befahrbar.

Bielefeld: Wo die Netzbaustelle den Verkehr bremst

In der Leipziger Straße beginnen die Arbeiten parallel im Abschnitt zwischen dem Umspannwerk Brackwede und der Einmündung Dresdener Straße. Auf rund 120 Metern werden die Schutzrohre dort in offener Bauweise verlegt.

Spülbohrungen begrenzen die Eingriffe an der Oberfläche

Auf rund zwei Kilometern der Strecke kommt ein grabenloses Spülbohrverfahren zum Einsatz. Dabei werden die Schutzrohre unterirdisch von einer Startgrube zu einer Zielgrube geführt. Dadurch kann die Straßen- oder Geländeoberfläche über weite Teile der Trasse bestehen bleiben. Rund 280 Meter müssen dagegen offen aufgegraben werden.

Die Bauweise soll insbesondere ermöglichen, dass die Bodelschwinghstraße während der Arbeiten durchgehend für den Verkehr geöffnet bleibt. Einschränkungen entstehen vor allem unmittelbar an den wechselnden Baufeldern und an den zeitweise gesperrten Abschnitten der offenen Verlegung.

Neue Verbindung stärkt das Bielefelder Hochspannungsnetz

Das 110.000-Volt-Netz ist nach Darstellung der Bielefelder Netz GmbH das „Rückgrat der Stromversorgung in Bielefeld“. Die Verbindung zwischen Gadderbaum und Brackwede soll dieses Netz für den künftigen Strombedarf, die Energiewende und eine stabile Versorgung erweitern.

Geschäftsführer Dr. Nils Neusel-Lange ordnet das Vorhaben in mehrere laufende Hochspannungsprojekte ein. Die Arbeiten an der Leitung in der Promenade seien abgeschlossen, während im Sommer 2026 der Bau einer weiteren Verbindung zwischen Sparrenberg und Am Zwinger begonnen habe.

Nach der Rohrverlegung bis Sommer 2027 folgt im Sommer 2028 der Einzug der 110-kV-Kabel. Für die Verbindung der einzelnen Kabelabschnitte sind fünf Montagegruben vorgesehen, davon zwei in der Bodelschwinghstraße.

Quelle: City of Bielefeld Press Releases

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