Eine buddhistische Malerei zeigt eine blaue Gottheit mit drei Gesichtern und sechs Armen inmitten von Flammen.

Freunde der Kunst Ostasiens: Berliner Schau ab 16. September

Vom 16. September bis 7. Dezember 2026 zeigt das Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum die Wechselpräsentation „Freunde der Kunst Ostasiens“. Zu sehen ist sie in Raum 318 im Bereich „Kunst aus Japan“. Die Ausstellung richtet sich an Besucherinnen und Besucher, die japanische Kunst und Berliner Museumsgeschichte gemeinsam entdecken möchten. Angaben zu Eintrittspreis, Buchung und täglichen Öffnungszeiten nennt die Ankündigung nicht.

Im Mittelpunkt steht die Gesellschaft für Ostasiatische Kunst (GOK), die 1926 als erster Freundeskreis der damals 1906 gegründeten Ostasiatischen Kunstsammlung entstand. Das Museum würdigt damit 100 Jahre zivilgesellschaftliches Engagement und Mäzenatentum für die Kunst Ostasiens in Berlin.

100 Jahre Unterstützung für ostasiatische Kunst in Berlin

Die Präsentation zeichnet nach, wie die GOK das Museum unterstützte: durch Mittel für Erwerbungen, Leihgaben aus dem Kreis ihrer Mitglieder, Rat und Tat sowie eigene Ausstellungen und Publikationen. Zu den von der Gesellschaft veranstalteten Präsentationen gehörten die „Ausstellung Chinesischer Kunst“ 1929 und „Japanische Malerei der Gegenwart“ 1931, beide in der Akademie der Künste am Pariser Platz.

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Freunde der Kunst Ostasiens: Berliner Schau ab 16. September

Auch an der „Ostasiatischen Zeitschrift“ war der Freundeskreis wesentlich beteiligt. Das seit 1912 von Gründungskurator Otto Kümmel und seinem Assistenten William Cohn herausgegebene Fachorgan übernahm die Gesellschaft, als Cohns Name wegen seiner jüdischen Herkunft nicht mehr genannt werden konnte.

Die Geschichte wird nicht losgelöst von den Brüchen des 20. Jahrhunderts erzählt. Die nationalsozialistische Machtübernahme und der Holocaust trafen die Gesellschaft und insbesondere ihre als jüdisch Verfolgten Mitglieder schwer. Mit der Beschädigung des Museumsgebäudes und der Verbringung großer Teile der Sammlung in die Sowjetunion nach Kriegsende endete die Geschichte dieses ersten Freundeskreises.

Freunde der Kunst Ostasiens: Berliner Schau ab 16. September

Heute knüpft die 1990 gegründete Deutsche Gesellschaft für Ostasiatische Kunst (DGOK) an diese Tradition an. Ihre Dauerleihgaben bilden einen wesentlichen Teil der Schau und machen sichtbar, wie privates Engagement die Museumsarbeit bis in die Gegenwart begleitet.

108 Schalen und ein wiedervereintes Rollbildfragment

Ein besonderer Blickfang ist die erstmals gezeigte Installation mit 108 Schalen der in Essen tätigen Keramikerin Young-Jae Lee. Ebenfalls erstmals präsentiert wird ein Fragment eines buddhistischen Rollbilds aus Japan. Das auf 1783 datierte Werk zeigt den Weisheitskönig Gōzanze Myōō, einen Beschützer des Buddhismus, und gehörte ursprünglich zu einem Satz von fünf Bildern.

Freunde der Kunst Ostasiens: Berliner Schau ab 16. September

Für die Ausstellung wird das Hängerollenfragment mit einem Werk aus Privatbesitz und einem weiteren Bild aus dem Museum zusammengeführt. Ergänzt wird die Auswahl durch Dauerleihgaben der Gesellschaft, japanische Holzschnitte, die Mitglieder dem Museum schenkten, sowie Publikationen zur Geschichte des 1926 gegründeten Kreises.

Praktische Angaben für den Besuch im Humboldt Forum

Die Ausstellung „Freunde der Kunst Ostasiens – Zur Gründung der Gesellschaft für Ostasiatische Kunst vor 100 Jahren“ läuft bis einschließlich 7. Dezember 2026 im Humboldt Forum, Raum 318, „Kunst aus Japan“. Veranstalter ist das Museum für Asiatische Kunst; die Angaben stammen von den Staatlichen Museen zu Berlin.

Ein zweiter Teil der Präsentation ist bereits angekündigt: Vom 16. Dezember 2026 bis 1. März 2027 sollen dort aktuelle Neuerwerbungen des laufenden Jahres folgen.

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin – Aktuelle Ausstellungen

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