Feuerwehrleute löschen einen Scheunenbrand bei einem Großeinsatz in der Dunkelheit.

Scheunenbrand bei Reutlingen: Feuerwehr rettet rund 100 Kühe

Von der Redaktion Idee Butik | 16. August 2026

Beim Brand einer Scheune in Hohenstein hat die Feuerwehr verhindert, dass die Flammen die Stallungen von rund 100 Kühen erreichen. Alle Tiere blieben unverletzt und wurden während des Einsatzes auf umliegende Freiflächen geführt. Ein 21 Jahre alter Anwohner erlitt leichte Verletzungen und kam vorsorglich in eine Klinik.

Das Feuer war am Samstag gegen 18 Uhr auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Straße Mettendorf ausgebrochen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Reutlingen war die Brandursache zunächst ungeklärt. Trotz des schnellen Eingreifens breitete sich das Feuer auf das Scheunendach und ein darin untergebrachtes Getreidelager aus. Die Löscharbeiten dauerten bis weit in die Nacht.

Rund 100 Kühe rechtzeitig ins Freie geführt

Die Kühe befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Erdgeschoss der Scheune. Für die Tiere bestand damit ein unmittelbares Risiko, falls die Flammen auf die Stallungen übergegriffen hätten. Den Einsatzkräften gelang es jedoch, diesen Gebäudebereich vor dem Feuer zu schützen.

Im weiteren Verlauf wurden sämtliche Kühe aus dem Stall auf umliegende Freiflächen geführt. Verletzte Tiere werden in der Mitteilung der Polizei nicht genannt. Damit blieb der Brand für den Tierbestand nach dem bislang veröffentlichten Stand ohne körperliche Folgen.

Der leicht verletzte Anwohner wurde vom Rettungsdienst versorgt und vorsorglich in eine Klinik gebracht. Wie es zu seinen Verletzungen kam, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Weitere verletzte Personen wurden ebenfalls nicht gemeldet.

Scheunenbrand bei Reutlingen: Feuerwehr rettet rund 100 Kühe

88 Feuerwehrleute bis in die Nacht im Einsatz

An den Löscharbeiten waren 88 Feuerwehrleute mit 13 Fahrzeugen beteiligt. Zusätzlich rückte der Rettungsdienst mit 15 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen an. Auch die Polizei war vor Ort.

Die Reutlinger Berufsfeuerwehr unterstützte die Feuerwehr Hohenstein mit einem Abrollbehälter Atemschutz. Dabei handelt es sich in diesem Einsatz um zusätzliche Ausrüstung für den Atemschutzeinsatz. Die Unterstützung war Teil des umfangreichen Kräfteansatzes, der sich wegen der Brandbekämpfung und der langen Einsatzdauer bis weit in die Nacht erstreckte.

Die Feuerwehr setzte dabei eine klare Priorität um: Die Stallungen wurden gegen eine weitere Ausbreitung der Flammen gesichert, während die Tiere ins Freie kamen. Nicht mehr verhindert werden konnte, dass das Feuer das Dach und das Getreidelager erfasste.

Schadenshöhe und Brandursache noch nicht abschließend geklärt

Nach einer ersten Schätzung entstand ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro. Die Summe ist vorläufig; eine Aufschlüsselung nach Schäden am Dach, am Getreidelager oder an weiteren Teilen des landwirtschaftlichen Betriebs enthält die veröffentlichte Mitteilung nicht.

Die Angaben beruhen auf der ersten Einsatzmeldung des Polizeipräsidiums Reutlingen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Weshalb das Feuer am Samstagabend in der Scheune ausbrach, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch offen. Damit können sowohl die genaue Ursache als auch der endgültige Umfang des Sachschadens erst nach den weiteren Untersuchungen belastbar eingeordnet werden.

Quelle: City of Reutlingen News

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