Von der Redaktion Idee Butik · 20. August 2026
Rund 800.000 Liter zuvor entchlortes Wasser mussten für Revisions- und Wartungsarbeiten aus dem Bundeswehrschwimmbad in Ulm. Statt die gesamte Menge abfließen zu lassen, setzte die Stadt einen Teil direkt zur Bewässerung ein. Etwa 250.000 Liter wurden zudem in einer Konstruktion aus mobilen Hochwasserschutzelementen aufgefangen und für die spätere Nutzung bereitgehalten.
Großpumpen leeren das Schwimmbecken unter realen Bedingungen
Die Feuerwehrübung fand am 10. August 2026 statt. Gemeinsam mit der Einsatzabteilung Jungingen pumpte die Feuerwehr Ulm das Becken leer und erprobte dabei ihre Großpumpen sowie weitere Einsatzmittel unter Bedingungen, die einem tatsächlichen Einsatz entsprachen.
Der Anlass war planbar: Das Bundeswehrschwimmbad musste für anstehende Arbeiten entleert werden. Für die Feuerwehr entstand dadurch die Gelegenheit, Technik und Arbeitsabläufe mit einer ungewöhnlich großen Wassermenge praktisch zu testen. Die Übung verband so eine notwendige Wartungsmaßnahme mit einem realitätsnahen Probelauf.
Die genannten Mengen beziehen sich auf unterschiedliche Wege des Wassers: Insgesamt wurden rund 800.000 Liter aus dem Schwimmbecken gepumpt. Davon gelangten etwa 250.000 Liter in das eigens errichtete Zwischenlager. Ein weiterer Teil wurde unmittelbar auf dem Gelände verwendet. Eine vollständige Aufteilung der Gesamtmenge veröffentlichte die Stadt nicht.
Mobiler Hochwasserschutz wird zum Wasserreservoir
Für die Zwischenspeicherung bauten die Einsatzkräfte ein rund 15 mal 15 Meter großes und 1,2 Meter hohes Auffangbecken. Seine Wände bestanden aus den modularen Elementen des mobilen Hochwasserschutzes, den Ulm 2026 neu beschafft hatte.
Der Versuch belegte eine zusätzliche Verwendung der Module: Sie lassen sich nicht nur als Schutzsystem aufbauen, sondern können bei Bedarf auch ein temporäres Wasserreservoir bilden. Während der Übung hielten die Elemente ungefähr 250.000 Liter zurück, bis das Wasser in den folgenden Tagen weiterverwendet wurde.
Damit prüfte die Feuerwehr neben dem Aufbau der neuen Bauteile auch deren Einsatz mit einer großen gespeicherten Wassermenge. Wie lange die Montage dauerte und ob dabei einzelne Messwerte erhoben wurden, geht aus der städtischen Mitteilung nicht hervor. Die Übung lieferte jedoch praktische Erfahrung mit demselben modularen System, das für den Hochwasserschutz vorgesehen ist.
Trockenheit bestimmt die weitere Nutzung des Wassers
Ein Teil des abgepumpten Wassers wurde sofort auf dem Gelände des Bundeswehrschwimmbads und auf dem angrenzenden Sportplatz zur Bewässerung eingesetzt. Nach Angaben der Stadt fiel die Entscheidung zur Zwischenspeicherung angesichts der Trockenheit.
Das Auffangbecken verschob die Nutzung weiterer Wassermengen um mehrere Tage: Das gespeicherte Wasser wurde anschließend unter anderem für Grünanlagen im Ulmer Stadtgebiet sowie für Flächen auf dem Gelände der Bundeswehr verwendet. Angaben zum konkreten Wasserbedarf der bewässerten Flächen oder zu den örtlichen Niederschlagsmengen enthält die Mitteilung nicht.
Grundlage dieses Berichts ist eine Veröffentlichung der Stadt Ulm vom 20. August 2026. Belegt sind damit die Gesamtmenge von rund 800.000 Litern, die Zwischenspeicherung von etwa 250.000 Litern sowie die direkte und spätere Bewässerung. Wie der verbleibende Anteil im Einzelnen verwendet oder abgeleitet wurde, wurde nicht aufgeschlüsselt.
Quelle: City of Ulm News
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Quellenprüfung Quellennachweis
Grundlage des Beitrags ist die am 20. August 2026 veröffentlichte Mitteilung der Stadt Ulm zur Feuerwehrübung am Bundeswehrschwimmbad.
- Übungsdatum und Einsatzort wurden mit der Primärquelle abgeglichen.
- Die Gesamtmenge von 800.000 Litern wurde von den 250.
- Abmessungen und Funktion des Auffangbeckens wurden aus der städtischen Mitteilung übernomm...
- Nicht veröffentlichte Angaben zur Mengenverteilung und zu Messergebnissen wurden ausdrückl...
- Quelle
- Stadt Ulm
- Umfang
- Ulm
- Aktualisiert
- 2026-08-25 07:36
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